Startseite DIE GRÜNEN Grüne lehnen Verlängerung der Restlaufzeiten für Atomkraftwerke ab
Grüne lehnen Verlängerung der Restlaufzeiten für Atomkraftwerke ab PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 09. Februar 2010 um 09:00 Uhr
Zur aktuellen Debatte um den Atomausstieg erklärte der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Hubert Ulrich: "Wir begrüßen, dass Ministerpräsident Peter Müller sich öffentlich für den vereinbarten Atomausstieg ausgesprochen hat." Stimmen aus CDU und FDP, wonach es einen volkswirtschaftlichen Schaden darstelle, funktionierende Atomkraftwerke abzuschalten und Kernenergie nicht durch Erneuerbare Energien ersetzt werden könne, erteilte Ulrich eine klare Absage.

Ulrich: "Die Vereinbarungen zum Atomausstieg sind gesellschaftlicher Konsens und dürfen nicht mehr in Frage gestellt werden". Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger lehne einen Ausstieg aus dem Atomausstieg ab. Restlaufzeitverlängerungen dürfe es nicht geben. "Atomenergie stellt nach wie vor ein unbeherrschbares Sicherheitsrisiko dar, sei es durch wahrscheinliche Störfälle in Reaktoranlagen, unkalkulierbare Gesundheitsgefährdungen oder mögliche Terroranschläge auf AKWs. Daneben steht immer noch ein bis heute ungelöstes Giftmüll- und Entsorgungsproblem, das noch Generationen nach uns einem unverantwortlichem Risiko aussetzt, wofür der Skandal um die Asse nur das offensichtlichste Sinnbild ist." erklärte Ulrich. Es sei möglich, die Stromproduktion aus Atomkraft bis zum Ausstiegsjahr 2020 durch Erneuerbare Energien zu ersetzen. Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke seien daher nicht nur nicht notwendig, sondern würden den Ausbau der Erneuerbaren Energien sogar behindern. Atomstrom sei nicht mit Erneuerbaren Energien kombinierbar und werde zudem überproduziert, so dass der aus Erneuerbaren Energien erzeugte Strom nicht ausreichend in die Netze eingespeist werden könne.
"Wir haben mit unseren Koalitionspartnern das Festhalten am Atomausstieg verbindlich vereinbart. Das Saarland wird einer Verlängerung der Restlaufzeiten im Bundesrat nicht zustimmen." so Ulrich abschließend.